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  • Liebe Maria, ich höre deinen Podcast sehr gern, auch wenn ich meine eigene Hochsensibilität schon vor längerer Zeit entdeckt habe. Ich finde es total spannend, dass du dieses Thema aus so vielen verschiedenen Blickwinkeln betrachtest, nicht zuletzt durch deine Gäste. Eine Sache, die mich immer mal wieder beschäftigt, ist der Umgang mit Narzissten. Einerseits kann ich diese inzwischen, auch aufgrund meiner HS, recht schnell identifizieren, andereseits ist es auch immer wieder ein Kraftakt sich von diesen abzugrenzen. Vor allem, wenn Außenstehende “nicht sehen”, was man selbst sieht und die Entscheidung eine Freundschaft etc. zu beenden nicht nachvollziehen können. Hast du mit dem Thema Narzissmus schon Erfahrungen gemacht? Über eine Antwort oder ggf. eine Verarbeitung in einem Podcast würde ich mich total freuen! 🙂

    Liebe Grüße
    Aline

    • Hallo liebe Aline,

      die Frage kam letztens schon in der Proud to be Sensibelchen Community bei Facebook auf und ich kann dir sagen, dass ich damit auch schon in Kontakt gekommen und extrem Schwierigkeiten bei der Abgrenzung hatte, so dass ich am Ende bei dieser Person dann den Kontakt abgebrochen habe. Prinzipiell ist es aber so, dass nicht als Narzissten schlecht sind. Sie haben auch sehr viele gute Eigenschaften. Gerade wenn sich Narzissten ihrer Erscheinung bewusst sind, können sie auch an den Schattenseiten arbeiten. Ein guter Blog, der viele Infos gerammt hat, ist “Narzissmus & Bindungsangst“. Vielleicht meinst du aber auch eher Energievampire, die dir deine Energie und Ressourcen berauben? Die müssen nicht zwangsläufig Narzissten sein.

      Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen!

      • Vielen Dank für deine Antwort! Bin gleich mal der Community beigetreten. 😉
        Ich selbst bin glücklicherweise noch nicht im Kontext einer Partnerschaft mit Narzissmuss in Berührung gekommen, habe es jedoch bei einer engen Freundin miterlebt und ihr Weg aus dieser “Verstrickung” war alles andere als einfach (und für mein Helfersyndrom auch nicht 😉 ).
        Der Thematik bin ich vor allem im Bereich Freundschaft oder neue Freundschaften knüpfen begenet. Und damit meine ich tatsächlich die narzisstische Persönlichkeitsstörung in unterschiedlicher Merkmalsausprägung. Ich habe in einem Fall wirklich lange gebraucht das Spiel zu erkennen, in das ich dort hineingezogen wurde und an dem ich mich sehr aufgerieben habe. Das war wirklich lehrreich und hatte auch etwas Gutes, denn manchmal habe ich das Gefühl, dass sich solche Menschen gern mit besonders sensiblen und empathischen Menschen umgeben. Auf den ersten Blick sind natürlich nicht alle Eigenschaften grundsätzlich negativ, aber man muss sollte, dass Narzissmus sehr häufig aus einem Mangel (bspw. an bedingungsloser Liebe) heraus entsteht und das ist nie gesund. Ein Narzisst, der es jedoch schafft hinter seine eigene Fassade zu blicken, dabei schonungslos und ehrlich zu sein und vor allem Schmerz etc. zuzulassen, der ist wahrlich mutig und stark. Da gebe ich dir recht! Nur geht ein solcher Schritt leider so konträr zu den Komplexen dieser Krankheit, dass ich bisher leider noch niemandem begegnet bin, der diese Kraft aufbringen konnte.

        Lieben Gruß!

  • Liebe Maria,

    schön zu wissen, dass es Menschen gibt, die auch so ticken wie man selbst. Ich habe selten jemandem zugehört, der mir in so vielen Dingen – wie du – aus der Seele spricht und viele ähnliche Lösungswege gefunden hat. Am Ende ist es genauso, wie du es angesprochen hast: “It’s a gift and a curse” 🙂 Am schwersten finde ich es in der Partnerschaft, da man so lange und so eng miteinander verbunden ist, und trotzdem immer ein Gefühl bleibt, dass der Andere einen nicht völlig verstehen kann. Schön für mich ist, dass ich die Fähigkeit an meine drei Kinder (in unterschiedlicher Stärke) weitergegeben habe und sie jetzt – weil ich weiß, wie sie sich fühlen – gut im Umgang damit begleiten kann. Seit ich gelernt habe, damit umzugehen und verstehen, was und wer ich bin, erlebe ich immer häufiger mehr Vorteile als Nachteile der Fähigkeit. Und es gibt viele schöne Berufe, die unsere Fähigkeit und die damit verbundenen Bedürfnisse gut verbinden: Ich beispielsweise bin Sozialwissenschaftlerin geworden. Coaching und andere Lehr- oder Erziehungsberufe, in denen man Menschen begleiten und abholen können muss, sind auch fantastisch. In meinen Seminaren an der Uni ist das auch immer von Vorteil. Die Studis nehmen so viel mehr mit aus den Sitzungen 🙂 Die Kunst ist ebenfalls ein schöner Zweig, wenn man lernen kann sich von den ganzen sehr kaputten Persönlichkeiten zu distanzieren. Was für mich damals überhaupt nicht funktioniert hat, war die Arbeit im Krankenhaus bzw. mit psychisch kranken Menschen. Ich glaube, dass das schon grundsätzlich geht. Ich selbst konnte aber keinen emotionalen Abstand herstellen, und – wie du so schön gesagt hast – wusste nicht mehr welche eigentlich meine Gefühle waren und welche die des Anderen.

    Lange Rede kurzer Sinn: Vielen Dank für deinen wunderbaren Podcast (von dem ich in nächster Zeit sicher noch sehr viel mehr hören werde)!

    Viele Grüße
    Katrin